
Sie können sich an die letzte Liebesnacht mit Ihrer Partnerin kaum mehr erinnern. Sie wollen Sex haben, aber Ihre Partnerin hat keine Lust auf das Liebesspiel? Möchten Sie wissen, wie Sie die sexuelle Unlust Ihrer Partnerin vertreiben und wieder das Feuer der Lust anfachen?
Im folgenden Artikel stelle ich Ihnen sechs Gründe für eine sexuelle Unlust von Frauen vor. Und ich geben sechs Tipps, wie Sie das Sexleben in Ihrer Partnerschaft wieder neu entdecken können.
Keine Lust auf Sex ist bei Frauen weiter verbreitet, als manch einer ahnt. Das verminderte Verlangen nach Sex kann körperliche oder auch psychische Ursachen haben:
1. Grund für sexuelle Unlust: Körperliche Veränderungen! Frauen kommen ab einem bestimmten Alter in die Wechseljahre. Sie leiden nicht nur unter Hitzewallungen und Schlafstörungen sondern durch die Hormonumstellung kommt es zu einem Östrogenmangel, der eine Reihe von körperlichen Veränderungen mit sich bringt. Die Klitoris, kleinen Schamlippen, Uterus und Ovarien bilden sich zurück. Die Wände der Scheide werden dünner und glatter, und die Elastizität der Vagina nimmt ab. Dadurch verengt sich die Öffnung und die Scheide wird insgesamt kürzer und enger. Ein niedriger Östrogenspiegel führt auch dazu, dass die Scheidenschleimhaut weniger Flüssigkeit absondert. So dauert es länger bis die vaginale Feuchtigkeitsproduktion einsetzt und die Produktionsmenge ist geringer. Durch die mangelnde Scheidenfeuchtigkeit ist der Geschlechtsverkehr mit Schmerzen verbunden. Dies verpasst der Lust auf Sex einen gehörigen Dämpfer und so vermeiden Frauen den Geschlechtsverkehr möglichst ganz.
Mein erster Tipp: Falls Ihre Partnerin beim Geschlechtsverkehr Schmerzen hat und aus diesem Grunde keine Lust mehr auf Sex hat, bieten künstliche Gleitmittel eine Lösung des Problems. Gleitgele gibt es mit den verschiedensten Düften und auch auf rein biologischer Basis. Die Produkte Auqa Glide, Billy Boy Gleitgel oder Flutschie erhalten Sie in der Drogerie, in der Apotheke oder im Versandhandel. Verwenden Sie ein Gleitgel, dann können Sie Ihren Penis wieder leicht in die Vagina einführen, ohne dass Ihre Partnerin Schmerzen beim Geschlechtsverkehr fühlt. Sie können das Einreiben Ihres Penis mit dem Gleitmittel als Teil des Vorspiels sehen und damit die sexuelle Erregung von Ihrer Partnerin und Ihnen selbst steigern.
2. Grund für sexuelle Unlust: Überaktive Blase! Viele Frauen leiden unter einer sogenannten überaktiven Blase. Dies zeigt, zeigt sich darin, dass Ihre Partnerin einen häufigen Harndrang hat und öfters auf die Toilette muss. Neben dem ständigen Harndrank haben Frauen mit einer überaktiven Blase auch Angst davor, dass sie während dem Geschlechtsverkehr Urin verlieren. Fast nichts kann die Lust auf Sex mehr stören, als der Moment indem die Kontrolle über die Blase verloren geht. Dies ist für eine Frau ein sehr unangenehmes und irritierendes Gefühl, was mit sexueller Unzufriedenheit und dem Rückgang der sexuellen Aktivitäten verbunden ist.
Mein zweiter Tipp: Eine große Hilfe ist es, wenn Sie mit Ihrer Partnerin über das Problem sprechen und Verständnis für ihre Sorgen und Nöte aufbringen. Dies ist der erste und wichtigste Schritt, der Ihre Partnerin vom dem Druck befreien kann, der ihr Leben und auch ihre Sexualität belastet. Es gibt medikamentöse Behandlungen, die Ihrer Partnerin verhelfen, ihre Blase zu kontrollieren. Sie können mit Ihrer Partnerin auch einen Plan machen und sich so auf den Sex vorbereiten. Trinken Sie lange vor dem „Ereignis“ nichts mehr. Das ist es auch eine gute Idee, das romantische Glas Wein oder Sekt wegzulassen. Lesen Sie dazu auch meinen Artikel
3. Grund für sexuelle Unlust: Schlafmangel! Frauen leiden in und nach der Menopause oft an nächtlichen Schweißausbrüchen, die dazu führen, dass sie nicht mehr ausreichend Schlaf bekommen. Wenn Ihre Frau aus diesem Grunde tagsüber Mühe hat, die Augen offen zu halten, dann wird sich ihre Lust auf Sex in Grenzen halten. Sie können das sehr gut nachfühlen, dann wie oft haben Sie aufgrund von schlaflosen Nächten keine Energie für ein lustvolles Treiben?
Mein dritter Tipp: Die Wechseljahre bei den Frauen sind nach einer gewissen Zeit vorbei und die Symptome verschwinden von ganz allein. Falls der Schlafmangel anhält, können Sie Ihren Zeitplan für sexuelle Aktivitäten anpassen. Finden Sie heraus, wann Ihre Partnerin fit ist und Lust auf Sex hat. Dies kann auch morgens sein, da sie doch auf eine oder andere Weise zu ein paar Stunden Schlaf gekommen ist.
4. Grund für sexuelle Unlust: Stress! Bei Dauerstress durch die Arbeit, finanziellen Sorgen, familiären Unstimmigkeiten und partnerschaftlichen Problemen sehen Frauen in sexuellen Aktivitäten keine Lösung und verlieren aus diesem Grund auch die Lust es zu tun.
Mein vierter Tipp: Sie können den Stress bei Ihrer Partnerin dadurch vermindern, indem Sie ihr Verständnis entgegenbringen. Für eine Frau ist das Gefühl, von ihrem Partner geliebt zu werden sehr wichtig. Sie können Ihrer Partnerin Ihre Liebe darin zeigen, dass Sie ohne Zwang und Ziel ihr nahe sind. Entspannen Sie sich beide, machen Sie sich einen gemütlichen Abend, streicheln und massieren Sie sich und bauen Sie keinen weiteren Druck auf. Stress und Spannung können Sie mit einem alten Trick vertreiben: mit Humor. Sie können eine witzige Bemerkung machen oder aus einer alltäglichen Situation einen Slapstick machen. Sie können sich das Hemd verkehrt herum anziehen und daraus einen Sketch entwickeln oder inszenieren Sie eine Striptease-Vorführung. Bringen Sie Ihre Partnerin zum Lachen, sind der Stress und die Sorgen aus dem Blickfeld.
5. Grund für sexuelle Unlust: Medikamente! Erkrankungen und gesundheitliche Probleme sind ganz normale Bestandteile des Alterungsprozesses. Meist sind es nicht die Erkrankungen selbst sondern die Medikamente, mit denen diese gesundheitlichen Probleme Ihre Partnerin behandelt werden. So können Medikamente, die bei Arthritis, Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Krebs und Depressionen eingesetzt werden, die Lust auf Sex vermindern und die Libido ihrer Partnerin beeinträchtigen. Besonders trifft dies bei Medikamenten gegen Depressionen, den Antidepressivas zu.
Mein fünfter Tipp: Sollte Ihre Partnerin bei der Einnahme von Antidepressivas diese speziellen Nebenwirkungen bei sich feststellen, sollte sie das Medikament nicht einfach absetzen sondern stattdessen ihren Arzt aufsuchen und ein anderes Mittel – ohne diese Nebenwirkungen – versuchen.
6. Grund für sexuelle Unlust: Selbstbildnis! Frauen machen sich oft Sorgen um ihr Aussehen. Sie denken darüber nach, wie sie während dem Sex mit ihrem Partner aussehen und lassen sich dadurch oft ihre Freude daran verderben. Das eigene Körperbild Ihrer Partnerin ist damit ein Schreckgespenst das ein Hindernis für Intimität ist.
Mein sexter Tipp: Sie können Ihrer Partnerin helfen ihr Selbstbildnis nicht als Hemmschuh für eine ausgelebte und erfüllte Sexualität zu sehen. Reden Sie von sich und Ihren eigenen altersbedingten Schwachstellen. Mit Worten wie „Weißt du, ich bin auch nicht mehr so schlank und rank, wie mit 25 Jahren“ können Sie das Eis brechen und ihre Gedanken über ihr eigenes Aussehen verflüchtigen. Liebkosen Sie Ihre Partnerin an ihren vermeintlichen „schlimmen“ Stellen. Machen Sie daraus ein Liebesspiel, indem sich gegenseitig und streicheln oder küssen Sie Ihre Partnerin.
Mit den besten Wünschen für ein längeres und gesünderes Leben
Ihr Dr. Ralf Hettich